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may the light of Christmas reach every heart, everywhere.

  • Autorenbild: omarte
    omarte
  • 21. Dez. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen


Weihnachten steht vor der Tür.

Kerzen werden angezündet, Fenster erleuchtet, Lieder angestimmt.

Wir sprechen von Wärme, von Nähe, von Frieden auf Erden.

Und doch liegt über diesem Fest ein Schatten, schwer und unausweichlich.


In Gaza ist es kalt.

Nicht nur die Kälte des Winters –

sondern die Kälte zerstörter Leben und Zelte,

nasser Decken, leerer Hände.

Kinder schlafen unter freiem Himmel, wenn sie überhaupt schlafen.

Zu viele von ihnen sind schon Sterne geworden,

zu früh, zu still, zu namenlos.


Die Bilder sind apokalyptisch,

und das Wort reicht nicht aus.

Das Unaussprechliche drängt sich dennoch in unser Bewusstsein,

gerade jetzt, wo wir vom Wunder der Geburt Jesu sprechen,

vom Licht, das in die Welt gekommen ist.


Weihnachten erzählt von einem Kind,

geboren nicht im Palast,

sondern in einem Stall,

in Armut, in Unsicherheit,

umgeben von Angst und Hoffnung zugleich.


Die Geschichte von der Geburt Jesu fragt uns, 

wo stehen wir heute?

Was bedeutet Frieden,

wenn Bomben fallen?

Was bedeutet Nächstenliebe,

wenn Grenzen des Mitgefühls gezogen werden?

Was bedeutet „Nie wieder“,

wenn es wieder geschieht –

vor unseren Augen, in Echtzeit?


Und doch:


Gerade jetzt dürfen wir das Licht nicht loslassen.

Ein Licht, das erinnert:

Kein Kind ist „Kollateralschaden“.

Kein Leid so fern, dass es uns nicht angeht.

Das Licht heißt Hoffnung.


Weihnachten fordert uns heraus.

Still zu werden – und nicht gleichgültig.

Mitfühlend zu sein – und nicht sprachlos.

Zu hoffen – ohne wegzusehen.


Möge dieses Weihnachten

kein lautes Fest sein,

sondern ein waches.

Eines, das Frieden nicht nur wünscht,

sondern ihn ernsthaft sucht.


Frohe Weihnachten an alle,

möge das Licht seinen Weg zu uns allen finden.



 
 
 

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