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Kunst, die fliegt – und bleibt. Die omarte gallery als Teil des kulturellen Erbes

  • Autorenbild: omarte
    omarte
  • 23. März
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. März

Von Berthild Zierl, Präsidentin der Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs, kunst_salon 1/2026


"Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) archiviert ausgewählte Webseiten, wenn

diese thematisch von besonderem Interesse sind. Die Aufnahme der omarte gallery

unseres Mitglieds Omar Hammouda in dieses Webarchiv ist eine kulturelle Anerkennung:

Sie stellt sicher, dass seine unabhängige Galerie sowie deren Inhalte dauerhaft, als Teil

österreichischer Kunst- und Zeitgeschichte, dokumentiert bleiben.


Die Archivierung der Webseite der omarte gallery durch die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) ist ein kultureller Akt von hohem Gewicht - die omarte gallery reiht sich nun in einem Atemzug mit großen österreichischen Kulturinstitutionen sichtbar ein.

Laut ÖNB werden Webseiten archiviert, um „das World Wide Web als kulturelles Erbe dauerhaft zu erhalten“ und ein stetig wachsendes digitales Gedächtnis des Landes aufzubauen. Damit wird die omarte gallery nicht nur verwahrt, sondern offiziell in jenen Kanon aufgenommen, der Österreichs gesellschaftliches, künstlerisches und mediales Leben im digitalen Zeitalter dokumentiert.


Unabhängige Galerien wie die omarte gallery sind häufig Motoren neuer Kunstströmungen. Sie arbeiten jenseits institutioneller Vorgaben und ermöglichen Experimente, die große Häuser oft nicht leisten können. Die ÖNB hält durch die Archivierung auch diese weniger sichtbaren, aber kulturell überaus wertvollen Impulse fest.


Das Webarchiv der ÖNB bildet das kulturelle Gedächtnis im digitalen Raum ab – vergleichbar

mit der Archivierung von Büchern, Fotografien, Handschriften oder historischen Zeitungen. Die Einordnung der Galerie in dieses Archiv bedeutet, dass ihre Inhalte nicht nur für die Gegenwart, sondern dauerhaft für Forschung, Kulturwissenschaft und Öffentlichkeit gesichert sind.


Die Archivierung spiegelt aber auch den Stellenwert Omar Hammouda wider, dessen Werk von globalen Einflüssen, existenziellen Themen und der Verbindung von Körper, Raum, Rhythmus und Bewegung geprägt ist. Seine Biografie ist durch internationale Stationen geprägt – u.a. Italien, Spanien und Südafrika. Diese Erfahrungen haben seinen Blick geschärft und seine künstlerische Haltung geprägt und so bewegt er sich zwischen Kulturen und Wahrnehmungsräumen.


Seine Kunst versteht sich nie als reine Ästhetik. Sie ist Stellungnahme, Reibung und

Resonanzraum. Und sie folgt einem zentralen Prinzip: Kunst muss fliegen.


Omar Hammouda zeigt seine Arbeiten regelmäßig auf internationalen Kunstmessen. Besonders prägend ist seine Teilnahme an der Parallel Vienna, deren unkonventionelle Räume künstlerische Freiheit ermöglichen, die in klassischen Messeformaten selten sind. Wir erinnern uns im Jahr 2024 an „Wash Your Soul“, einen nahezu vollständig weißen Raum – Weiß als Symbol von Reinigung, Stille und spiritueller Transformation. In der Installation „Wash Your Soul“ verband Omar Hammouda historische Erinnerungen an die „Kinder vom Spiegelgrund“ mit einer gleichzeitig stillen und intensiven Form des Gedenkens.


2025 wurde der Gedanke weitergeführt. Ein symbolischer Regenbogen spannte sich von den

„Kindern vorm Spiegelgrund“ bis nach Gxxx – einer bewusst gewählten Chiffre für Gaza. Dass

der Name nicht ausgeschrieben wurde, ist Teil der künstlerischen Aussage: ein Kommentar zu

enger werdenden Diskursräumen und der Frage nach Selbstzensur.


Der Regenbogen fungiert dabei als verbindendes Element zwischen Orten, Zeiten und

politischen Realitäten.


Ein zentrales Motiv im Werk unseres Mitglieds ist das Kind. Es ist Sinnbild für Verletzlichkeit und zugleich für Hoffnung.


Projekte wie „Stop Killing Children“ und Arbeiten wie „Hula Hoop“, „Himmel voller Namen“ oder „Schattenkinder“ zeigen eindrucksvoll: Omar Hammoudas Kunst will nicht neutral sein; sie will jenen eine Stimme geben, die dies selbst nicht können.


Die Aufnahme ins Webarchiv der ÖNB dokumentiert: Diese Stimme bleibt!"

Berthild Zierl, Präsidentin



Installation: "Die Kinder vom Spiegelgrund - WASH YOUR SOUL", Parallel Vienna 2024

 
 
 

1 Kommentar


omarte gallery
24. März

Sehr geehrte Frau Präsidentin!

Sehr geehrte Frau Zierl!

Herzlichen Dank für diesen wertschätzenden Artikel und die begleitenden Worte zu unserem Weg.

Dass unsere Arbeit Teil des kulturellen Gedächtnisses sein darf, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit.

omarte gallery

Omar Hammouda

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